PKV – Die Vorteile für Selbständige

8 06 2009

Selbständige und Freiberufler können grundsätzlich wählen, ob sie in die private oder in die gesetzliche Krankenversicherung wollen. Für sie gibt es dabei keine Einkommensgrenze, ab der sie erst aus der GKV scheiden. Sie können grundsätzlich frei wählen. Allerdings sollte man schon einiges verdienen und möglichst keine chronischen Krankheiten “mitbringen“, denn die PKV kann sich ihre Kunden aussuchen und bevorzugt dabei natürlich jene, die gesund sind und folgerichtig weniger kosten. Dafür zahlt man als junger und gesunder Selbständiger dann auch geringere Beiträge in der PKV. Nun ja, wer die Wahl hat, hat die Qual. Aber….

Insbesondere Selbstständige genießen durch eine PKV nicht selten nahezu optimalen Schutz. Die Basisleistungen entsprechen jenen der GKV und sind für vergleichsweise weit geringe Beiträge zu haben. Auf jeden Fall sollten weitergehende Leistungen, wie Krankentagegeld, definitiv in Anspruch genommen werden, wenn man selbstständig ist. Denn im Krankheitsfall steht dann kein Arbeitgeber gerade, der den Lohn fortzahlt. Dann greift das Krankentagegeld der privaten Versicherung. Diese zahlt dabei in etwa 80% der üblichen Einkünfte. Um dies jedoch nicht gleich bei jedem kleinen Gebrechen zu beanspruchen, empfiehlt es sich, eine entsprechende Karenz einzurichten. Diese kann zum Beispiel reglementieren, dass Krankentagegeld erst ab einer 3 Wochen bestehender Krankheit gezahlt wird. Jener Zeitraum der Karenz muss dann mit eigenen Mitteln bewältigt werden, ehe Krankentagegeld gezahlt wird. Dies bezweckt, dass Krankentagegeld erst dann ausgezahlt wird, sobald es wirklich notwendig ist. Überdies wird durch Karenz der Tarif für die Zusatzleistung des Krankentagegelds billiger. Darüber hinausgehende Leistungen, wie Chefarztbehandlung oder Einzelzimmer, mögen zwar auch dem Genesungsprozess dienen, sind aber mitnichten notwendig und definitiv teurer.

Die private Krankenversicherung ist für Selbständige also nicht die schlechteste Wahl. Unfallversicherung und Alterssicherung sollten ebenfalls bedacht werden, sobald Selbstständigkeit ausgeübt wird. Eine Lebensversicherung macht ebenfalls Sinn.



Krankenzusatzversicherung

27 03 2009

Über eine Krankenzusatzversicherung kann ein gesetzlich Krankenversicherter bestimmte Einzel-Risiken zusätzlich privat absichern. Auch wenn es zunächst einmal überflüssig erscheint, neben der üblichen Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) noch eine Private Krankenversicherung (PKV) zu unterhalten, so zeigt die nähere Betrachtung doch, dass solche zusätzliche Absicherungen durchaus sinnvoll sein können. Durch eine entsprechende Zusatzversicherung kann beispielsweise auch ein Kassenpatient die Vorteile einer privatärztlichen Behandlung in einem Zweibettzimmer in Anspruch nehmen. Andere zusätzliche Leistungen, die über eine Zuatzversicherung abgesichert werden können, sind Krankenversicherungen für die Auslandsreise, ein Krankenhaustagegeld oder auch das Krankentagegeld. Weitere Zusatzversicherungen, die dem GKV Versicherten zur Verfügung stehen, sind zusätzliche private Versicherungen beim Zahnersatz, bei Sehhilfen, für bestimmte Arzneimitteln und für Massagen.

Auch die Absicherung der Behandlungskosten bei einem Heilpraktiker ist möglich. Durch die hohe Eigenbeteiligung an verschiedenen Behandlungskosten, dazu noch happige Medikamentenzuzahlungen bleiben immer mehr Kosten an den Versicherten hängen und nicht selten muss der GKV-Versicherte auch unter überfüllten Kliniken leiden – trotz ständig steigender Beiträge leisten die gesetzlichen Krankenkassen immer weniger. Dadurch wird der Abschluss einer ergänzenden Krankenzusatzversicherung bei einem privaten Versicherungsunternehmen immer lukrativer, bietet sie doch viele Vorteile, gerade dann, wenn der Versicherungsnehmer prinzipiell in einer gesetzlichen Kasse bleiben möchte oder auch muss. Durch die Zusatzversicherung werden die Leistungsansprüche auf ein privates Niveau angehoben. Dabei kann die Zusatzversicherung ebenso wie bei einer privaten Vollversicherung durch eine individuelle Tarifwahl an die persönlichen Bedürfnisse des Versicherungsnehmers angepasst werden. Mit einer entsprechenden Police kann beispielsweise die Eigenbeteiligung des GKV Versicherten für Medikamenten- und Behandlungskosten vollständig abgefedert werden. Und diese Vorteile sind für nur wenige Euro im Monat zu haben, denn Zusatzversicherungen werden meist recht günstig angeboten. Damit das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, sollte man vor dem Abschluss einer solchen Krankenversicherung allerdings die verschiedenen Angebote genau prüfen. Bei der Vielzahl an Gesellschaften und Tarifen lohnt es sich, eine unabhängige Prüfung vornehmen zu lassen oder auch selbst, z. B. über das Internet einen PKV Vergleich durchzuführen.



Viele Gründe

19 11 2008

Die Gründe, sich für eine Private Krankenversicherung zu entscheiden sind oftmals relativ ähnlich. Es gibt mehr Optionen, mehr Wahlfreiheit für den Versicherten. Es gibt eine stärkere Eigenverantwortung, die nicht nur zur Gängelung des Versicherten und zur Kaschierung von höheren Eigenbeteiligungen verwendet wird, sondern die eine echte Entscheidungsfreiheit bietet. Welche Leistungen und in welchem Umfang in Anspruch genommen werden sollen und gerade für Alleinstehende und junge Versicherte bietet die PKV auch echte Kostenvorteile. Hinzu kommt, dass der Versicherte die Möglichkeit hat, durch wirtschaftliches Handeln seine eigenen Beiträge aktiv zu beeinflussen. Sie also in der Höhe der jährlichen Nettobelastungen zu steuern, indem Leistungen eben nicht oder nicht in vollem Umfang mit dem Versicherer abgerechnet und dann in Form von Beitragsrückerstattungen an den Versicherten ausbezahlt werden. Ebenso ist eine höhere Transparenz vorhanden. Denn anders als bei dem Modell, das die Gesetzlichen Krankenversicherungen nutzen, ist das Vertragsverhältnis direkt zwischen Arzt und Patient geregelt. Der Patient erhält eine Rechnung vom Arzt, die er anders als im gesetzlichen System inhaltlich prüfen und bewerten kann und dann bei seiner Krankenversicherung zur Begleichung einreicht. Hierdurch wird der Patient als Leistungsempfänger direkt an den Leistungserstellungsprozess angekoppelt. Er kann sachlich und inhaltlich prüfen und sofern nötig widersprechen, die Möglichkeiten von Abrechnungsfehler, die in letzter Konsequenz das gesamte Gesundheitssystem belasten, sind hierdurch deutlich eingeschränkt und die Eigenverantwortung der Versicherten wird gestärkt. Auch lassen sich generell mehr und höhere Leistungen der Ärzte mit den Anbietern der Privaten Krankenversicherung abrechnen, wodurch mehr Wahlfreiheit für den Versicherten besteht, der nicht ausschließlich das medizinisch notwendige als Behandlung erfährt, sondern die Chance hat, auch alternative Behandlungsmethoden zu testen und ihre Wirksamkeit für sich unter Beweis zu stellen. Dabei ist die medizinische Grundversorgung, also der Leistungskatalog, den die GKV anbietet, in privaten Tarifen differenzierter abgesichert, ergänzt eben durch zusätzliche Leistungen in Prophylaxe, Nachsorge und unmittelbarer Behandlung.