Erfinder in Gefahr?

8 06 2009

Erfinder hatten es nicht immer leicht. Es ist alles andere als ungewöhnlich, dass Entdecker zunächst auf Skepsis und Ablehnung stoßen. Und noch heute ist es teilweise ein langer Weg bis sich Erfindungen realisieren lassen. Einige Erfinder haben für ihre Ideen sogar mit dem Leben bezahlt. Sei es, weil ihr Gedankengut der damaligen Weltanschauung widersprach oder weil sie es vor Feinden verteidigen wollten. Archimedes starb angeblich durch die Hand eines römischen Soldaten, nachdem er ihm verweigert hatte, seine mathematischen Aufzeichnungen zu überlassen. Archimedes gilt als einer der beutendsten Mathematiker der Antike. Noch heute wird im Physikunterricht sein Hebelgesetz gelehrt. Er war in der Lage Kreisfläche und Kreisumfang zu berechnen und die Quadratwurzel zu ziehen.

Dank seiner Genialität entstanden Bewässerungsanlagen und der Flaschenzug vereinfacht das Leben. Das Prinzip, das das Gewicht eines in eine Flüssigkeit eintauchenden Gegenstandes der Menge des dadurch verdrängten Wassers entspricht, wurde nach ihm benannt: das „Archimedische Prinzip“. Von ihm stammt auch das Zitat. „Gebt mir einen festen Punkt und eine genügend lange und feste Hebelstange, so hebe ich die Erde aus ihren Angeln.“ Während auf der einen Seite das Verkennen des Nutzens einer Erfindung steht, liegt dem gegenüber die Gefahr, dass das Potenzial der Idee von anderen erkannt und unberechtigt genutzt wird. Um dieses geistige Eigentum besser zu schützen, wurde das Patentrecht eingeführt. Schon Athenäus befasste sich schon mit diesem Problem, lange bevor im Jahr 1474 in Venedig das erste Patentgesetz nach unserem heutigen Verständnis erlassen wurde. 1623 folgte das Statute of Monopolies in England, welches als Richtschnur für weltweite Patentgesetze eingestuft wird.

Written by Andreas Mettler findur

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