Handy trotz Schufa und die ganze Wahrheit!

26 05 2010

Man begegnet immer häufiger im Internet Angeboten, bei denen damit geworben wird, “Handyverträge ohne Schufa” zu vergeben. Da der Prozentsatz der Bürger mit schlechten Schufa-Vermerken in Deutschland konstant steigt, macht das durchaus Sinn. Dazu entstehen jedoch fundamentale Fragen. Was ist eigentlich ein Schufaeintrag? “Handy ohne Schufa”, warum ist diese Werbung nicht ganz korrekt.

Wie entsteht eigentlich ein Eintrag in der Schufa und was wird dadurch bewirkt, dieses Problem soll hier verdeutlicht und auch klar gestellt werden. Die Schufa hat den Unternehmenssitz seit dem Jahr 1927 in Wiesbaden und steht für “Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung”. In Kooperation mit verschiedensten Unternehmen, wie z.B. auch den Mobilfunknetz-Betreibern T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2, prüfen sie die Kreditfähigkeit eines jeden Kunden. Das bedeutet dem entsprechend, zum Zahlungsverhalten und Verschuldungsstand einer Person gibt es Daten. Wird von jemandem ein Darlehen aufgenommen oder irgend ein Vertrag geschlossen, so wird darüber ein Schufaeintrag angelegt. Etwas Bedenkliches ist dies allerdings nicht. Wie die Zahlungsfähigkeit eines Kunden ist, darüber gibt an und für sich die Schufa Informationen an einen Händler weiter. Wenn die Solvenz einer Person zu niedrig ist, so kann sie nicht regelgerecht Dienstleistungen, Versicherungen oder andere Investitionen bedienen. Deshalb wird vom jeweiligen Mobilfunknetz-Betreiber die Bonität oder Kreditwürdigkeit eines jeden Mobilfunk-Kunden geprüft. Damit nicht die Anbieter auf den Mobilfunk-Rechnungen sitzen bleiben, weil Mobilfunk-Verträge abgeschlossen werden, die nicht gezahlt werden können. Wir gehen, um dies an einem Beispiel zu demonstrieren, den normalen Weg für einen Mobilfunk-Vertragsabschluss.

Sie suchen sich Ihr gewünschtes Handy und den Handytarif in einem Handy-Laden oder Online-Mobilfunkshop aus. Dann werden Ihre privaten Daten in den Rechner eingetippt, die zum Vertragsabschluss erfasst wurden. Nun werden diese persönlichen Daten vom Netzbetreiber bei der Schufa oder auch von anderen Kreditsicherungsunternehmen überprüft, um dem Handyverkäufer ein Nein oder Ja für den Vertragsabschluss zu übermitteln. Anschließend wird der Mobilfunk-Vertrag, wenn mit Ihrer Kreditwürdigkeit alles ordnungsgemäß ist, ohne Probleme fertig gemacht.

Der Vertrag wird aber nicht abgeschlossen, wenn es Schwierigkeiten mit der Kreditwürdigkeit gibt, dann versorgt man Sie maximal mit einem Prepaidpaket. Was dabei allerdings meist nicht enthalten ist, ist ein Mobiltelefon. Dann kommen die erwähnten “Handy ohne Schufa“-Werbungen ins Spiel. Auch hier ist es nicht sicher, dass sie einen Handyvertrag erhalten, allerdings sind Ihre Chancen bei weitem besser. Die Bonität einer Person wird, da die meisten Anbieter nur mit einem Netzbetreiber zusammen arbeiten, auf dessen Grenze festgelegt. Allerdings haben sich die Vertragspartner dieser “Handy trotz Schufa”-Angebote auf die Kunden mit geringer Solvenz spezialisiert, darum arbeiten sie mit mehreren Mobilfunknetz-Betreibern zusammen. Es gibt eine höhere Chance für einen Vertragsabschluss, da diese differierende Kreditwürdigkeitsgrenzen haben. Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass diese Mobilfunkhändler wegen ihrer Erfahrung genau sagen können mit welchen Mobilfunk-Tarifen und Verträgen eine gute Chance für die Annahme besteht und mit welchen Verträgen eben nicht. Dennoch können Sie sich bei derartigen Vertrags-Angeboten nicht sicher sein, dass Sie einen Vertrag bekommen werden. Es wird dadurch nur die generelle Möglichkeit größer, aber keinesfalls etwas garantiert.

Allerdings können Sie mittlerweile gute sogenannte Vertrauens- oder Kompromissverträge als Alternativlösung finden. So bieten diese Mobilfunk-Händler neben normalen Verträgen auch alternative Tarife. So gibt es bei T-Mobile zum Beispiel einen alternativen Vertrag, mit dem man, falls man während drei Monaten seine Zahlungen pünktlich beglichen hat, in einen Tarif mit einem subventioniertem Mobiltelefon überwechseln kann. Alternative Tarife die eine Kautionszahlung vorsehen, sind eine andere Möglichkeit. Was letztlich heißt, dass beim Abschluss dieses Vertrages eine Kaution in Höhe von 80 – 400 Euro gezahlt werden muss, um damit das Risiko eines Ausfalls so klein wie möglich zu halten. Man könnte sich zwar für diesen Betrag bereits ein qualitativ hochwertiges Mobiltelefon kaufen, dann käme man aber nicht mehr in den Vorzug eines Handyvertrages.

Viele fragen sich jetzt, wo entdeckt man diese Angebote? Bei der Internet-Suchmaschine “Google” gibt es viele Möglichkeiten, solche Angebote zu finden. Dazu ist nur das Eingeben bestimmter Suchwörter notwendig, wie beispielsweise “Handy trotz Schufa”.

Written by telelino

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