Der Einlauf als Sofortmassnahme bei Verstopfung

27 01 2011

Was Verstopfung ist, weiss jeder. Und wenn es mal nicht geht, halten wir uns schnell für betroffen. Dabei ist etwas Zurückhaltung geboten: Der Gang zur Toilette bringt zwar Erleichterung, ist aber sicher kein tägliches Erfordernis. Ein normaler Rhythmus bewegt sich zwischen dreimal täglich bis einmal alle drei Tage. Die medizinische Definition ist somit genauer: Wer weniger als dreimal Stuhlgang pro Woche hat, ist tatsächlich verstopft und sollte sich nach einem entsprechenden Heilmittel herumschauen. Dazu gehört auch der Einlauf.

Der Einlauf wurde bereits im Mittelalter häufig zur Darmreinigung und Linderung bei Verstopfungen verwendet. Der Arzt John of Arderne empfahl um 1350 einmal pro Jahr einen Einlauf zu machen. Als Fanatiker der Darmspülungen gelten die Viktorianer, und so sind in einem Katalog von 1868 genau 39 verschiedene Arten und Grössen von Klistieren aus unterschiedlichsten Materialen aufgereiht. Was belegt, dass ein Einlauf gegen unterschiedlichste Krankheiten oder auch vorbeugend eingesetzt wurde.

Heute kehrt die Methode gegen Verstopfungen wieder in die Arztpraxen und Haushalte zurück. Gemäss Statistiken, ist bis zu 20% der Schweizer Bevölkerung regelmässig verstopft. Die Medizin unterscheidet zwei Formen von Verstopfung . Die eine, seltenere Form ist die Folge einer Grunderkrankung. Die Möglichkeiten sind vielfältig: sie reichen von Stoffwechselstörungen über neurologische Krankheiten bis zu psychiatrischen Leiden. Aber auch Nebenwirkung von Medikamenten können dazu führen, dass sich unser Darm verstopft. Vor allem Hustenmittel oder gewisse Psychopharmaka werden als mögliche Ursachen genannt. Manchmal geht eine Verstopfung auch einher mit einer Inkontinenz. Auch die Inkontinenz sollte man vom Arzt abklären lassen, da vielerlei Krankheite und Ursachen dahinter stecken können. Gegen Inkontinenz gibt es zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten.

Wer verstopft ist, sollte eher vermeiden, auf die so gerne verschriebenen chemischen Abführmittel zurückzugreifen. Diese Abführmittel bestehen meistens aus pflanzlichen Wirkstoffen (so genannten Anthrachinonen), welche die Dickdarmschleimhaut reizen und so eine Verflüssigung des Darminhaltes und eine schnellere Darmentleerung bewirken. Dabei können jedoch verschiedene ungewollte Nebeneffekte auftreten, wie etwa Blähungen oder Krämpfe, welche die Behandlung sehr unangenehm machen. Ein Klistier hat den Vorteil, dass es auf ausschliesslich natürlichen Reflexen beruht und nebenbei zu einer Sanierung des im Darmtrakt vorhandenen Bakterienmilieus führt. Moderne Geräte erlauben es, die Methode diskret und schonungsvoll durchzuführen.



Selbstbestimmtes Lernen: So nutzen Sie die Entdeckerleidenschaft jedes Kindes

27 01 2011

Vor kurzem erschien in einer Tageszeitung ein Cartoon, auf dem 2 Kinder der Kita „Die Schlaumeier“ abgebildet waren. Die Kinder sahen gelangweilt und schlechtgelaunt drein und unterhielten sich. Sinngemäß sagte das eine Kind zum anderen:

„Kommt heute wieder die ,Englisch-Maus´ zum Englischlernen?“ Das andere Kind antwortet genervt: „Nein, heute lernen wir wieder Chinesisch mit dem China-Drachen und danach dürfen wir mit Würfeln und Bausteinen rechnen lernen.“

Wenn auch überzogen und pointiert, so will uns dieser Cartoon doch Folgendes sagen: Werden deutsche Kitas, bedingt durch die PISA-Studie und die steigenden Anforderungen an sie, zu reinen „Vor-Schulen“? Schulen, an denen nur Lernprogramme angeboten werden? Orte, an denen die Angebote für die Kinder im 45-Minuten-Takt abgehandelt werden und die Eltern begeistert sind, weil scheinbar hier „endlich“ gelernt und nicht nur gespielt wird? Sie als Fachfrau wissen, dass dies anders sein soll und kann. Kinder lernen durch ihren natürlichen Entdeckungsdrang die Freiheit, sich mit Dingen konzentriert zu beschäftigen – und zwar auf eigenen Wegen. Lernen im verschulten Sinne, durch reine Wissensvermittlung, ist absolut nicht für Kinder im Vorschulalter geeignet und sollte immer durch ein freies, spielerisches Lernen ersetzt werden. Zeigen Sie Ihren Eltern von Zeit zu Zeit an ausgewählten Spielangeboten auf, was ihr Kind hierbei lernen kann, z. B. durch eine kleine wechselnde Ausstellung im Eingangsbereich Ihrer Einrichtung. So wird das Prinzip des „Lernens durch Spiel“ auch für die Eltern verständlicher und nachvollziehbarer.

Beobachtung ist alles
Nehmen Sie sich in den nächsten Wochen die Zeit, die Kinder unter folgenden Fragestellungen zu beobachten:

  • Welche Interessen haben die Kinder?
  • Welche Ziele verfolgen sie mit ihrem Tun langfristig?
  • Befragen Sie dazu ebenfalls die Kinder: Was macht ihnen am meisten Spaß? Wo wünschen sich die Kinder mehr Anregungen und mehr Freiräume?

Schildern Sie anschließend den Kindern Ihre Beobachtungen und gleichen Sie ab, was stimmig ist. Nun haben Sie eine gute Grundlage, um den Kindern ein intensives, aber spielerisches Lernen zu ermöglichen. Ein Lernen, bei dem Kinder selbst zu Entdeckern und Forschern werden dürfen.



Auch kostenlose online Rollenspiele bringen Spielspaß

27 01 2011

Es muss nicht immer direkt ein kostenpflichtiges MMORPG sein, welches ein großes Loch in das monatliche Budget fressen kann. Vor allem Schüler oder Menschen mit einem geringen monatlichen Etat finden online zahlreiche tolle und vor allem vollkommen kostenlose Rollenspiele, welche fast mit den kommerziell angebotenen Produkten mithalten können. Nur muss natürlich etwa Zeit investiert werden, um sich die einzelnen MMORPG einmal im Detail an zugucken. Zwar helfen Meinungen in Foren, Portalen oder Blogs sicherlich weiter, um zumindest eine Vorauswahl treffen zu können. Aber es empfiehlt sich bei der Endauswahl zumindest zwei oder drei Spiele anzutesten, um sich selber eine Meinung über das jeweilige Rollenspiel bilden zu können. Wer nicht vergleicht, läuft in Gefahr nach ein oder zwei Monaten zu merken, dass einem das Spiel doch nicht so zusagt  und dann sind viele Stunden unnütz vergeudet.

Auch sollte einem klar sein, dass viele online Rollenspiele einen kostenlosen Zugang gewähren, aber gleichzeitig auch die Option anbieten durch kostenpflichtige Zusätze, den eigenen Spielcharakter mit besseren Werten, Waffen etc. auszurüsten. Ein Beispiel stellt hier das Spiel Runes of Magic, welches vor allem in den höheren Levels kaum noch mit der kostenlosen Version gespielt werden kann, da einfach zu hohe Anforderungen an den Spielcharakter gestellt werden. Daher sollte gut überlegt werden, wenn online Rollenspiele kostenlos gespielt werden sollen, welcher Hintergedanke hinter der ganzen Spielambition steckt. Für einige Nachmittage etwas Unterhaltung zu erlangen, reichen die kostenlosen Varianten vollkommen aus. Sollte hingegen jeden Tag gespielt werden, kommt ein Spieler nicht an kostenpflichtigen Zusätzen oder Angeboten vorbei.