Ritalin – Wachmacher

19 10 2010

Ritalin, auch Methylphenidat genannt, ist ein Amphetamin, welches dem Betäubungsmittelgesetz unterliegt. Die Verschreibung dieses Mittels unterliegt der Meldepflicht. Eingesetzt wird Ritalin vor allem bei Kindern mit Überaktivität (ADHS-Syndrom) und bei Erwachsenen mit zwanghaften Schlafanfällen. Obwohl der Bezug von diesem Mittel ohne ein passendes Rezept in Deutschland und in anderen Ländern illegal ist, wird Ritalin als Ersatzdroge von Jugendlichen des Öfteren verwendet. Der Wirkstoff von Ritalin hemmt die Wiederaufnahme von Noradrenalin und Dopamin in den Präsynapsen und sorgt so für eine höhere Konzentration beider Stoffe. Ritalin kommt meistens in einer Pillenform vor. Die Pillen haben eine ähnliche Form und Größe wie Aspirintabletten. Auf den Tabletten befindet sich der Name des Herstellers, meistens sind die Pillen weiß, blassgrün oder blassgelb.

Inhaltsstoffe von Ritalin

Der Hauptbestandteil von Ritalin ist der Wirkstoff Methylphenidat. Neben diesem sind in Ritalin folgende Inhaltsstoffe enthalten: Laktose-Monohydrat, Magnesiumstearat, Talkum, Tricalciumphosphat, Weizenstärke und Gelatine.

Bekannte Szenennamen für Ritalin

Durch die Wirkung von Ritalin wird dieses Mittel vor allem bei Jugendlichen immer beliebter und zählt in vielen Kreisen als Kult- oder Ersatzdroge für Kokain. Mittlerweile existieren für Ritalin einige kreative Szenennamen. Zu den bekanntesten Namen zählen Kokain für Arme, Kiddy Coke, Ritas, Rids und Smarties. Laut Medienberichten soll Ritalin auch bei Studenten, die dem Leistungsdruck nicht gewachsen sind, immer beliebter werden.

Wie wird Ritalin konsumiert?

Ritalin kann je nach Form entweder oral oder nasal eingenommen werden. Das Mittel ist im Handel als pharmazeutische Tabletten erhältlich. Die Tabletten sollten entweder vor oder direkt zu den Mahlzeiten und am besten mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden. Kommt es zu einer starken Appetitlosigkeit, so sollten die Tabletten erst eine Stunde nach der Mahlzeit eingenommen werden. Je nach Höhe der Dosis kann die Wirkung schon innerhalb einer Stunde eintreten. Die Häufigkeit der Einnahme hängt in der Regel von der individuellen Situation ab. Bei Kindern darf Ritalin erst ab einem Alter von 6 Jahren verabreicht werden. Die Dosierung von Ritalin muss auf alle Fälle individuell erfolgen, ein fachkundiger Arzt kann die individuelle Situation am besten einschätzen und eine Dosierungsempfehlung geben. In der Regel erfolgt die Dosierung wöchentlich in regelmäßigen Abständen. Anfangs wird das Medikament in einer Dosis von 2,5 bis 5 Milligramm täglich eingenommen, bis die Wirkung eintritt. Danach wird die Dosis langsam gesteigert. Bei Jugendlichen und größeren Kindern kann die Einnahme unter Umständen 3 bis 4 Mal pro Tag notwendig sein. Pro Kilogramm Körpergewicht sollte eine Dosis von 0,5 bis 1 Milligramm eingenommen werden. Die Höchstdosierung von 60 Milligramm sollte auf keinen Fall überschritten werden.

Seit 2006 gibt es in den USA eine weitere Einnahmeform von Ritalin, das transdermale Pflaster. Dieses wird vom Patienten täglich bis zu 9 Stunden lang getragen. Der Wirkstoff Methylphenidat wird in dieser Zeit über die Haut aufgenommen. Mit dieser Methode ist eine maximale Wirkungsdauer von bis zu 12 Stunden erreichbar.

Wirkung, Nachwirkungen und Gefahren bei der Einnahme von Ritalin

Die gewünschte Wirkung von Ritalin tritt nur bei einer regelmäßigen und korrekten Einnahme des Mittels ein. Ritalin wirkt euphorisierend und stimmungsaufhellend, dem Körper wird ein Gefühl höherer Energie vermittelt. Es steigert die Leistungsfähigkeit, erhöht den Wachheitsgrad und verbessert die Aufmerksamkeit. Mit Ritalin wird die Müdigkeit vertrieben, der Puls und der Blutdruck steigen an. Die Muskulatur erfährt eine stärkere Durchblutung, die Konzentration von Sauerstoff- und Glucose im Blut steigen an. Des Weiteren erweitern sich die Pupillen. In manchen Fällen können durch die Einnahme halluzinogene oder empathogene Effekte auftreten. Bei der Einnahme von Ritalin können unter Umständen auch einige Nebenwirkungen auftreten. Mögliche Folgen sind ein geringer Appetit, Magenbeschwerden und Schlaflosigkeit.

Bei niedrigen Dosen von 2,5 bis 20 Milligramm können zu verschiedenen Reaktionen des Körpers führen. Bekannte Reaktionen sind eine Angriffs-, Flucht und Schreckreaktion. Auch können sich die Geschicklichkeit und die Feinmotorik verschlechtern. In manchen Fällen können auch Müdigkeit, Ängstlichkeit und Weinerlichkeit auftreten, kann auch zu einem Gewichtsverlust, zu Durchfall und zu Verstopfung kommen. Wird Ritalin in einer normalen Dosis von 20 bis 50 Milligramm eingenommen, so werden der Appetit und die Müdigkeit noch mehr unterdrückt. Nachts kann es zu Schlafstörungen und zu starken Erregungszuständen kommen. Eine Überdosierung von 50 Milligramm oder mehr führt zu starken Nebenwirkungen. In schlimmen Fällen kann es sogar zu einer Atmungslähmung oder einem Kreislaufkollaps kommen. Wird das Mittel abrupt abgesetzt, so können auch Entzugssyndrome wie Depressionen oder Müdigkeit auftreten. Bei der Einnahme von Ritalin sollte auf Alkohol und Konsum von Drogen verzichtet werden. Dies kann zu sehr risikoreichen Wechselwirkungen führen.

Der Bezug von Ritalin

Um Ritalin in Deutschland legal kaufen zu können, ist eine Untersuchung bei einem Arzt notwendig. Falls dieser eine medizinische Notwendigkeit sieht, bekommt der Patient ein Rezept. Mit diesem kann Ritalin unter anderem in einer Apotheke gekauft werden. Da Ritalin in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, ist ein Kauf dieses Medikaments nicht nur illegal, sondern auch strafbar. Unter Umständen kann Ritalin auch über eine ausländische Apotheke über das Internet bestellt werden, dies ist nicht nur teuer, sondern auch illegal.



Vigil – die gefährliche Wachmacherpille

19 10 2010

Hinter der Bezeichnung Vigil sind Tabletten mit dem Wirkstoff Modafinil vorzufinden. Hierbei wird das so genannte Modafinil gegen Narkolepsie, eine Erkrankung, die zu plötzlichen Schlafattacken führt. Da die Müdigkeit ohne Vorzeichen ansetzt, kann sie den Betroffenen arbeitsunfähig machen, gefährdet ihn in seinem alltäglichen Leben ein und schränkt natürlich auch die Mobilität an, da das Autofahren ein unberechenbares Risiko mit der Erkrankung darstellt.
Darüber hinaus wird der Wirkstoff der Pille Vigil bei Patienten eingesetzt, die am mittelschweren bis schweren Schlafapnoe-Syndrom leiden. Hierbei setzt die Atemtätigkeit während des Nachtschlafes aus. Der menschliche Körper antwortet auf das Aussetzen der Atmung mit einer Weckreaktion, die der Patient jedoch in der REGEL nicht bemerkt. Dadurch wirkt der Schlaf nicht erholsam und regenerierend, sodass der Betroffene tagsüber unter extremer Schläfrigkeit leidet.
Weiterhin wird der Wirkstoff Modafinil auch bei Schichtarbeitern eingesetzt, die während ihrer Nachtschicht mit extremer Müdigkeit zu kämpfen haben. Voraussetzung für die Behandlung mit der Pille Vigil und ihrem Wirkstoff ist jedoch auch hier, dass natürlich Maßnahmen des Körpers zur Schlafförderung in den Ruhezeiten versagen. Vielmehr wird die Behandlung mit Vigil nur nach einer umfangreichen ärztlichen Diagnose in den entsprechenden Facheinrichtungen für Neurologie oder auch in enger Zusammenarbeit mit einem Schlaflabor angesetzt.

Anwendungsgebiete von Vigil

Laut Hersteller wird die Wachmacherpille Vigil in erster Linie bei plötzlichen Schlafanfällen mit oder ohne Muskelerschlaffung eingesetzt. Aber auch bei nächtlichen Atemaussetzern und der Behinderung der Atemwege sowie bei starker Tagesschläfrigkeit findet die Pille Vigil ihre Verwendung.
Dabei konnte der Wirkmechanismus und die Funktionsweise von Modafinil im Körper bisher nicht vollständig geklärt werden. Obgleich wissenschaftlich bewiesen wurde, dass der Wirkstoff sich nicht an den Bindungsstellen des sympathischen Nervensystems im Gehirn anlagert, regt er dennoch die Gehirnaktivitäten an. Dementsprechend wird der Wirkstoff auch in die Gruppe der Alpha-Sympathomimetika eingeordnet. In Tierversuchen konnten Wissenschaftler zudem ermitteln, dass Modafinil die Aktivität und auch die Muskelspannung steigert. Bei Menschen kann die Pille Vigil so die Aufmerksamkeit und Wachheit am Tage deutlich verbessern. Bereits ab einer Dosis von 100 Milligramm können die Hirnaktivitäten, die durch die Wachheit verstärkt werden, im EEG beobachtet werden. Ab einer Einnahme von 200 Milligramm hingegen ist der Wirkstoff der Pille Vigil sogar in der Lage, bei Patienten mit Schlafanfällen den Abstand zwischen den jeweiligen Anfällen zu verdoppeln. Dabei wird die Tablette jedoch nur morgens eingenommen, damit der nächtliche Schlaf nicht negativ beeinflusst wird. Eine abendliche Einnahme kann vielmehr zu erheblichen Schlafstörungen führen.

Die Dosierung des Medikaments

In erster Instanz richtet sich die Dosierung des Medikaments nach dem Krankheitsbild des Betroffenen. Für Erwachsene mit Schlafanfällen beträgt die Tagesdosis zwei bis zu vier Tabletten. Dabei kann das Medikament als Einzeldosis am Morgen eingenommen oder auch auf zwei Dosen, jeweils morgens und mittags, verteilt werden.
Bei der Behandlung von nächtlichen Atemaussetzern beträgt die Tagesdosis hingegen zwei Tabletten, die als Einzeldosis nur am Morgen eingenommen werden. Falls diese Dosis jedoch keine ausreichende Besserung erzielt, wird sie in der Regel auf vier Tabletten verdoppelt.
Patienten, die jedoch an schwerer Einschränkung ihrer Leber- und Nierenfunktion leiden, dürfen nur die halbe Dosis einnehmen. Bei älteren Patienten hingegen kann die Ausscheidung des Wirkstoffs Modafinil aufgrund des hohen Alters reduziert sein. Daher wird auch bei dieser Patientengruppe die verminderte Dosierung vorgeschrieben. Für Kinder und Jugendliche ist das Medikament hingegen nicht geeignet, da es zu chronischen Schlafstörungen im erwachsenen Alter führe könnte. Bei der Einnahme gilt zu berücksichtigen, dass das Medikament sowohl während als auch nach einer Mahlzeit unzerkaut mit Flüssigkeit eingenommen werden muss.

Wie gefährlich ist das Medikament?

Bei der Behandlung mit dem Medikament Vigil gilt insbesondere zu berücksichtigen, dass die Tabletten kein Ersatz für einen gesunden, erholsamen Schlaf mit ausreichend Ruhe und Zeit sind. Vielmehr steht das Medikament sogar auf der Dopingliste und darf somit vor und auch bei den Wettkämpfen nicht eingenommen werden.
Gleichzeitig sollte beachtet werden, dass das Medikament die empfängnisverhütende Wirkung von den so genannten Mini- und Mikropillen beeinträchtigt. Daher sollten Patienten währen der Einnahme normale Verhütungspillen oder auch andere Verhütungsmethoden in Betracht ziehen.
Falls nun während der Einnahme von Vigil ein Hautausschlag auftritt, muss der zuständige Arzt entscheiden, ob die Behandlung fortgeführt werden kann oder für den Patienten eine große, körperliche Belastung darstellt.
Auch wenn das Medikament Patienten mit plötzlichen Schlafanfällen wieder das Autofahren ermöglicht, müssen dennoch immer mit Einschränkungen der Aufmerksamkeit und Konzentration durch die Krankheit gerechnet werden. Sollte trotz Einnahme der Pille Müdigkeit auftreten, muss die aktive Teilnahme am Straßenverkehr in jedem Fall unterbrochen werden. Aber auch bei den übrigen Patientengruppen können die Nebenwirkungen des Medikaments, unter anderem Benommenheit oder auch verschwommenes Sehen, die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Je nach Dosierung können aber auch Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Übelkeit, Nervosität, Reizbarkeit oder Zittern auftreten.

Daher sollte das Medikament nicht ohne ärztliche Begleitung und Kontrolle eingenommen werden. Darüber hinaus kann es auch nicht legal im Internet oder rezeptfrei erworben werden. Eine Behandlung mit Vigil ist erst nach einer ärztlichen Bestätigung möglich. Insbesondere für Sportler ist der Wirkstoff illegal und darf daher vor Wettkämpfen nicht eingenommen werden.



Modafinil als Gehirndoping

19 10 2010

Darf uns jemand vorschreiben, was wir nehmen, um mehr Leistung zu bringen – oder nicht?
Vor dem Hintergrund dieser Frage wird allerorten die Anwendung gehirnleistungssteigernder Medikamente wie Modafinil diskutiert.
Modafinil ist Gehirndoping für die Anwender, die mit Kaffee, Traubenzucker oder einem Müsliriegel nicht mehr wach und aufnahmefähig bleiben können. Das verschreibungspflichtige Medikament ermöglichen effektive Gehirnleistung, die verbunden ist mit hoher Konzentration und gesteigerter Wahrnehmung. Informationen können vom Gehirn schneller aufgenommen werden und sie sind schneller abrufbar. Dieses pharmakologische Aufmöbeln des Gehirns ist inzwischen ein von jedem vierten Studenten in den USA angewandtes Doping, um dem wachsenden Leistungsdruck begegnen zu können. Wie Koks werden Modafinil, Ritalin oder Modalert an deutschen Hochschulen gedealt. Die Beschaffung funktioniert weitgehend über das Internet, Angebotsseiten gibt es genug. Die Insidermeinungen diesbezüglich sind verhalten. Risiken und Nebenwirkungen werden in den Wind geschrieben. Auch am Arbeitsplatz, in Chefetagen, bei Bankern und Kreativen ist Modafinil zu finden, dabei wurde nie erprobt, wie das Mittel langfristig wirkt. Depressionen, Herzprobleme, rapider Leistungsabfall, Kopfschmerzen, Hautausschläge, Schlafprobleme, Psychosen und Libidoabnamhe sind Nebenwirkungen des Präparats. Im direkten Vergleich zu Amphetaminen, Kokain oder Ritalin sind die pharmakologischen Nebenwirkungen wohl weniger dominant.

Ergo:
Viele greifen freiwillig zu Pillen, um Stress ertragen zu können. Was ist aber, wenn Chefs ihren Mitarbeitern derartige Medikamente verordnen, damit sie mehr Leistung bringen? Zwei Millionen Deutsche schlucken bereits Tabletten aus Angst, im Job zu versagen. Experten schätzen ein, dass Modafinil die Gehirnleistung kurzzeitig befeuert, die Intelligenz oder die Kreativität werden aber keinesfalls verbessert.
Dieses Gehirndoping mit Modafinil ist also umstritten. Es scheint allerdings dem Zeitgeist zu entsprechen:
Wenn man seine Brust oder Nase optimieren kann, warum nicht auch das Gehirn? Schließlich will man besser sein als andere. Renommierte Fachleute verlangen signifikante Langzeitstudien – man weiß beispielsweise sehr wenig über Vergiftungsmöglichkeiten oder Schäden durch eine Überdosierung. Sie verlangen bei Unbedenklichkeit die kontrollierte Abgabe von Modafinil. Aber was ist mit der Chancengleichheit denen gegenüber, die keinesfalls leistungssteigernde Pillen schlucken wollen?
Mit Modafinil ist der Einstieg in die schön schlau geschluckte Welt jedenfalls schon da.

Modafinil hilft bei Narkolepsie, einer sehr seltenen anfallsartigen Schlafkrankheit und bei der Behandlung des Schichtarbeiter-Syndroms. Weitere Anwendungsgebiete sind das Schlaf-Apnoe-Syndrom, AHDS, die manisch-depressive Erkrankung, sowie das depressive Erschöpfungssyndrom. Geschluckt und gekauft wird es aber fast ausschließlich von Gesunden. Die US-Streitkräfte haben den Boom ausgelöst. Modafinil hält nicht nur wach, sondern es soll auch die Informationsaufnahme beschleunigen. Seit die amerikanischen Militärpiloten sich bei ihren Kampfeinsätzen mit Modafinil aufputschen dürfen, steigt die Nachfrage. Modafinil hält wach, steigert die Aufmerksamkeit und die Aktivität. Offiziell rezeptpflichtig verändert der Wirkstoff schon ab einer Dosis von
100 mg die Gehirnströme. 200 mg forcieren die Wachheit des Organismus bei gleichzeitiger Unterdrückung der natürlichen Einschlafneigung durch die Stimulation der Alpha-Rezeptoren im Gehirn.
Modafinil ist auch bekannt als Modalert, Vigicer, Provigil oder Alertec. Alle diese psychostimulierenden Medikamente werden als Smart Pills bezeichnet – Mittel zum Braindoping, zum Neuro-Enhancement.
Rezeptfrei lässt sich das Mittel bequem über diverse Online-Apotheken einkaufen.

Neben Alkohol und Nikotin sowie den Designerdrogen im Freizeitbereich sind Medikamente zum Gehirndopen, wie das Modafinil, bereits gesellschaftlich weitgehend akzeptiert. Es war ein langer Weg von den kokablätterkauenden Indios zur Zeit der spanischen Eroberer, von den Asiaten, die Betel, den Afrikanern und Arabern, die Khat kauten, um ihr schweres Leben in den Griff zu bekommen, bis heute.
Der Rum der Matrosen, Amphetamine bei US-Soldaten im zweiten Weltkrieg sowie Kokain und Haschisch bei Hippies und Künstlern lagen dazwischen. Der Weg zur heutigen gesellschaftlichen Akzeptanz wurde noch weiter geebnet durch “Professors Little Helpers”, stimmungsaufhellende und leistungssteigernde Antidepressiva, und die Etablierung eines profitablen nebenherlaufenden Marktes, auf dem sich munter Produzenten diverser Nahrungsergänzungsmittel und Energydrinks, diverse Scharlatane mit ihren Wundermittelchen und Fachmediziner mit gewöhnungsbedürftiger Elektrokrampftherapie, Schlafentzug, transkranialer Magnetstimulation, Lichttherapie, Neuroimplantaten, Hirn-Tiefenstimulation, dazu jede Menge pharmakologische “Keulen”, vom harmlosen Pflanzenmittelchen bis hin zur harten Rauschdroge, tummeln.

Der beschriebene gesellschaftliche Druck und die Zwänge unserer modernen Leistungsgesellschaft führen mit
Gehirndoping in Schule und Studium, Signal- und Reizüberflutungen, Perfektionismus, Arbeitsverdichtung etc.
zur unaufhaltsamen Anwendung von Modafinil. Hier ist es der Wirkstoff Modafilinium, an anderer Stelle wird massiv mit Beta Blockern oder Levodopa, dem Wundermittel zur Gedächtnissteigerung, gedopt.
Munter streiten sich die Gelehrten. Auf der einen Seite trifft man auf grundsätzliche Ablehnung des
Neuro-Enhancements, einhergehend mit Extremkritik an der “neurobiologischen Steigerung der Produktivkraft Mensch mit gleichzeitigem Aufbau eines grausamen Neuro-Kapitalismus”. Auf der anderen Seite wird ohne Kontrolle sehenden Auges munter Missbrauch betrieben und damit die positiven Auswirkungen von Modafinil auf das Gedächtnis und die gesteigerte Leistungsfähigkeit bei zu wenig Schlaf ausgenutzt.
Fazit:
Modafinil ist rezeptpflichtig. Der Mißbrauch ist ein Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Nebenwirkungen treten auf. Wechselwirkungen und Langzeitfolgen sind zu wenig untersucht.
Modafinil ist, ärztlich verordnet und kontrolliert, ein hilfreiches Mittel gegen die aufgeführten Krankheitsbilder.
Das Mittel macht wach und schlau, gleicht aus, macht belastbar und hübscht das Wohlergehen auf. Der Modafinil-Konsument will die schnellen, effizienten Lösungen allerorten und ohne Leistungsbegrenzung haben. Der User ist
äußerlich attraktiv, gesundheitlich robust, perfekt gestylt und liefert insgesamt die ideale Performance.



Erholsamer Schlaf dank ergonomischer Matratzen

19 10 2010

Erholsamer Schlaf ist eine wesentliche Voraussetzung für Wohlbefinden, Lebensfreude und Energie. In vielen Haushalten ist das Bett längst nicht mehr nur ein Schlafplatz, sondern der zentrale Ruhepunkt – und damit Mittelpunkt der privaten Umgebung, auf dem Menschen sich nicht nur nachts, sondern rund um die Uhr wohlfühlen wollen. Das Angebot an qualitativ hochwertigen Matratzen ist groß und erfordert eine fachmännische Beratung.

Wer auf erholsamen Schlaf Wert legt, wählt seine Matratze mit Bedacht und vergleicht die verschiedenen Modelle mit ausgiebigem Probeliegen. Die optimale Schlafunterlage weist zum Beispiel nicht nur den richtigen Härtegrad auf, sie sollte den Körper auch möglichst punktgenau und zonenkonform stützen und einsinken lassen, um damit eine ergonomisch vorteilhafte Liegeposition zu begünstigen. Zur Auswahl stehen Federkernmatratzen, Kaltschaummatratzen, Latexmatratzen und Viscoschaummatratzen. Ein auf die Matratze perfekt abgestimmter Lattenrost fördert die regenerative Wirkung der Matratze.



Dampfgarbeutel – schonendes Garen

19 10 2010

Der Dampfgarbeutel bietet eine äußerst schonende und einfache Möglichkeit, Gemüse und andere Lebensmittel in der Mikrowelle zu garen, ohne dass hierbei Aromen, Vitamine und andere wichtige Genussfaktoren verloren gehen. Besonders gut eignen sich hier die Dampfgarbeutel der Marke Toppits, die über ein spezielles Ventil verfügen, das die heißen Dämpfe entweichen lässt.

Bei der Zubereitung von Lebensmitteln in einem Dampfgarbeutel steht die Natürlichkeit der zubereiteten Kost im Vordergrund. Für das Garen müssen hier keine weiteren Vorkehrungen getroffen werden und das Gemüse, der Fisch oder auch das Fleisch werden durch den heißen Dampf, der sich im Dampfgarbeutel bildet, besonders schonend gegart. So eignet sich ein Dampfgarbeutel auch für figurbewusste Menschen, die auf Fette beim Anbraten verzichten möchten. Der Dampfgarbeutel spart also auch beträchtliche Mengen an überflüssigen Kalorien, die so zu einer erfolgreichen Diät führen können.

Zur Verwendung eines Dampfgarbeutels entnimmt man ihn aus der Packung, befüllt ihn mit den zu garenden Nahrungsmitteln und verschließt ihn sicher. Beim Legen des Dampfgarbeutels in die Mikrowelle muss hier darauf geachtet werden, dass das Ventil, durch das der überflüssige Wasserdampf entweichen kann, stets nach oben zeigt und nicht verdeckt wird. Ansonsten ist es äußerst wahrscheinlich, dass der Dampfgarbeutel während des Garvorgangs platzt. Nach Ablauf der Garzeit sollte man weitere 30 Sekunden abwarten, bevor man den Dampfgarbeutel entnimmt und öffnet, da dieser zunächst sehr heiß ist und erst etwas abkühlen muss.

Ein Dampfgarbeutel kann wiederverwendet werden. Hierzu sollte man allerdings beachten, welche Speisen man in einem jeweiligen Beutel gegart hat, um mögliche Geschmackübertragungen zu vermeiden. Die größte Möglichkeit, unerwünschte Geschmacksübertragungen zu erhalten, bietet ein Dampfgarbeutel, in dem zuvor Fisch gegart wurde. Dieser sollte also auch weiterhin nur für Fisch verwendet werden.

Alles in allem sind Dampfgarbeutel eine schnell, kostengünstige und gesunde Variante, geschmackvolle Nahrungsmittel zuzubereiten. Alles was man hierfür braucht, ist eine Mikrowelle, die von ihrem Fassungsvermögen groß genug ist, um einen Dampfgarbeutel zu fassen.